Der Sage nach war das Waldgebiet früher der nördlichste Teil des Dippoldicz-Waldes, benannt nach den Besitzern der bei Ossegg in Nordböhmen gelegenen Riesenburg. Der Erzählung nach hat sich ein Abkomme des sagenhaften Geschlechts der Dippoldicz, der Bischof Adalbert von Prag, als Einsiedler in der Dippoldiswalder Heide aufgehalten. Dieser wurde nach seinem Tod vom Papst heiliggesprochen. Er wurde in das Stadtwappen von Dippoldiswalde aufgenommen.

Sandsteingewinnung

Im Süden des Waldgebietes, im Bereich Am Steinbruch sind Steinbrüche vorhanden, in denen der sog. Unterquader abgebaut wurde. Wie in allen anderen Sandsteinbrüchen im Weißeritzgebiet z. B. der Grillenburger Sandstein im Tharandter Wald, sowie in der Paulsdorfer Heide sowie bei Bannewitz wurde die Oberhäslich-Formation (der ehemalige „Unterquader“) abgebaut[2]. Dieser Sandstein gehört zu den kreidezeitlichen Sandsteinen aus Sachsen. Er entstand vor ca. 95 Millionen Jahren im oberen Cenomanium, ist damit älter als die Sandsteine des Elbsandsteingebirges.[2]

Tongewinnung

Tongruben in der Dippoldiswalder Heide dienten ab dem 17. Jahrhundert der Gewinnung von Rohmaterial zur Herstellung von hochwertiger Keramik der in Dippoldiswalde ansässigen Töpfer, was durch einen wissenschaftlichen Vergleich von Tonproben und der Dippoldiswalder Keramik bestätigt werden konnte.[3]

Bombenfunde

Seit 2013 wurden erhebliche Mengen Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg aus der Dippoldiswalder Heide beseitigt. Am 12. November 2013 kam es zu einer der größten Bombenentschärfungsaktionen in Sachsen. Insgesamt elf Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg mit jeweils 250 kg Gewicht wurden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienstinnerhalb von wenigen Stunden unschädlich gemacht. Im Jahr 2014 wurden elf weitere Bomben gefunden, von denen acht im Wald entschärft werden konnten, drei jedoch vor Ort gesprengt werden mussten. Die Bomben stammten aus zwei amerikanischen Bombern, die bei der Bombardierung Dresdens im April 1945 über dem Waldgebiet aufgrund schlechter Sicht zusammenstießen und abstürzten.[4] Außerdem wurden während und nach dem Zweiten Weltkrieg verschiedene Kampfmittel in der Dippoldiswalder Heide gesprengt oder vergraben. Die Reste davon wurden ab 2013 systematisch gesucht, entschärft und entsorgt[5]. Man geht davon aus, dass noch weitere Munition in diesem Waldgebiet verborgen ist, so dass die Suche fortgesetzt wird.

 

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